Wie die Zeitung berichtet, sagte der 62-jährige Albig der Neuen Osnabrücker Zeitung, eine Zusammenarbeit bedeute nicht, dass man das ideologische Gedankengut von Rechtspopulisten teile. Vielmehr gehe es darum, verlorene Wähler zurückzugewinnen: „Wir haben verstanden – kommt wieder nach Hause.“
Albig zufolge wäre es vorstellbar, dass SPD-Politiker wie Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern nach der Wahl sagen: „Ich suche mir meine Mehrheiten im Landtag je nach Thema.“ Er kritisierte, dass Vielparteienbündnisse mit CDU, Linken, Grünen oder BSW die Leistungsfähigkeit der Demokratie belasteten und nur frustrierte Wähler zurückließen.
Der frühere Bundeskanzler Olaf Scholz widersprach Albigs Vorschlag deutlich. In einem auf seinen Social-Media-Kanälen verbreiteten Video sagte der SPD-Politiker: „Mit der AfD ist kein Staat zu machen – ganz sicher kein demokratischer Staat im Sinne unseres Grundgesetzes.“ Er nannte es „verstörend“, wenn die sogenannte Brandmauer zur AfD kritisiert werde oder gefordert werde, CDU und CSU sollten eine Minderheitsregierung bilden, die auf AfD-Unterstützung angewiesen wäre.
EuroPulse berichtete am 23. Mai 2026 über Albigs Vorstoß: Ex-Ministerpräsident Albig rät SPD zu Zusammenarbeit mit AfD (Link).
Quelle: www.sueddeutsche.de



