Wie der Tagesspiegel berichtet, sagte Bruch: „Wenn wir die Rechenzentren und die dazugehörige Wertschöpfung nicht ins Land holen, wird das Konsequenzen für unseren Wohlstand haben.“ Siemens Energy baut selbst keine Rechenzentren, ist aber als Zulieferer der Branche tätig.
Bruch verwies auf den gestoppten Bau eines Rechenzentrums in Maintal bei Frankfurt, den der US-Konzern Edgeconnex nach Protesten einer Bürgerinitiative abgesagt hatte. Im Mittelpunkt der Kritik stand ein geplantes Gaskraftwerk zur Stromversorgung der Anlage. „Solche Dinge machen mich ehrlich gesagt ratlos“, sagte Bruch in Hamburg. Wer zu spät komme, den bestrafe das Leben – „diese Gefahr sehe ich ganz konkret beim Thema Rechenzentren und KI.“
Deutschland verfügt derzeit über eine Rechenzentrumskapazität von knapp drei Gigawatt, davon rund 500 Megawatt für KI. Geplant ist ein Ausbau auf mindestens sechs Gigawatt, wovon zwei Gigawatt KI-Anwendungen vorbehalten sein sollen. Im internationalen Vergleich liegen die USA vor China, Europa droht laut Bruch zurückzufallen.
EuroPulse berichtete am 11. Juni 2026 über Siemens Energy, das trotz der Krise im Iran-Krieg von einem globalen Erdgas-Boom profitiert (https://europulse.today/siemens-energy-erdgas-turbinen-boom-trotz-irankrieg/).
Quelle: www.tagesspiegel.de



