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Siemens Energy profitiert von globalem Erdgas-Boom trotz Krise

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, setzt die Welt trotz des Iran-Kriegs weiter auf Erdgas – und Siemens Energy liefert die Technik. Der Konzern profitiert enorm, muss seine Turbinen dafür aber durch die saudische Wüste transportieren.

Siemens Energy profitiert von globalem Erdgas-Boom trotz Krise
Bild: sueddeutsche.de

Die globale Nachfrage nach Erdgas bleibt hoch – und Siemens Energy ist einer der großen Profiteure. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, muss der Münchner Technologiekonzern seine Gasturbinen unter anderem durch die saudische Wüste transportieren, um sie zu den Kunden zu bringen. Der Grund: Trotz des Kriegs im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus setzen viele Länder weiter auf den fossilen Energieträger.

Ein Beispiel ist das umstrittene Flüssiggas-Projekt „Mozambique LNG“ an der Nordküste Mosambiks. Der französische Total Energies hatte das Ende Januar nach viereinhalb Jahren Pause wieder aufgenommen. Das Budget liegt bei rund 20 Milliarden US-Dollar – fast so viel wie das Bruttoinlandsprodukt des afrikanischen Landes. Siemens Energy ist als Zulieferer beteiligt und liefert unter anderem Turbinentechnik für die Anlage.

Das Projekt steht jedoch in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen erheben massive Vorwürfe gegen Total Energies und die Partnerfirmen. Die Sicherheitslage in der Provinz Cabo Delgado ist angespannt: Seit 2017 kommt es immer wieder zu Angriffen militanter islamistischer Gruppen mit tausenden Toten und hunderttausenden Vertriebenen. Die Anlage wird aus Sicherheitsgründen hinter einem doppelten Zaun betrieben, Lieferungen kommen fast ausschließlich auf dem See- oder Luftweg an.

Für Siemens Energy ist das Geschäft dennoch lukrativ. Der Konzern profitiert vom weltweit steigenden Erdgasbedarf, der durch den Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus noch zusätzlich angeheizt wird. Die Nachfrage nach Flüssiggas (LNG) ist hoch, die Preise steigen. Analysten sehen Siemens Energy als einen der Gewinner dieser Entwicklung.

Quelle: www.sueddeutsche.de