Abbas Araghchi nannte die Verdünnung des hochangereicherten Urans innerhalb der iranischen Grenzen die einzig akzeptable Lösung für den Atomstreit mit den USA. Laut US-Geheimdienstschätzungen besitzt der Iran derzeit rund 440 Kilogramm hochangereichertes Uran, das größtenteils in Anlagen in der Isfahan lagert.
Technische Streitfragen wie Anreicherungsgrenzen und die bestehenden Vorräte an waffenfähigem Material hat Teheran bewusst in eine zweite Verhandlungsphase verschoben. Araghchi betonte, der Iran werde erst dann in dauerhafte Friedensgespräche eintreten, wenn alle Bestimmungen eines Zwischenabkommens vollständig umgesetzt seien.
Zu den Bedingungen Teherans gehören die Aufhebung der US-Seeblockade und die Einstellung der Feindseligkeiten. Das Abkommen müsse auf gegenseitigem Respekt der Souveränität und strikter Nichteinmischung in innere Angelegenheiten beruhen, so Araghchi. Zudem müsse die Zukunft der Straße von Hormus völkerrechtlich geklärt werden.
Mit dem Vorschlag, das Uran im Inland zu verdünnen statt es ins Ausland zu verschiffen, will der Iran seine nukleare Infrastruktur erhalten und zugleich westliche Sorgen über eine schnelle Aufrüstungsfähigkeit zerstreuen. Araghchi zeigte sich trotz der diplomatischen Bemühungen siegessicher und erklärte, Teheran betrachte sich als endgültigen Sieger der monatelangen militärischen Konfrontation mit Washington.
Quelle: www.kyivpost.com



