Estland hat im Rahmen der Verhandlungen über das 21. EU-Sanktionspaket ein Exportverbot für Aluminiumoxid (Alumina) nach Russland vorgeschlagen. Der estnische Margus Tsahkna erklärte, der Rohstoff sei für die Aluminiumproduktion unverzichtbar und versorge die russische Rüstungsindustrie mit einem strategisch wichtigen Material. „Russlands Verteidigungsindustrie ist auf Aluminium angewiesen, und Aluminium ist auf Aluminiumoxid angewiesen“, schrieb Tsahkna auf X. „Wenn wir den Preis der Aggression wirklich erhöhen wollen, müssen wir diese Lücke schließen.“
Neben dem Aluminiumoxid-Embargo drängt Estland auf ein vollständiges Verbot von Seeverkehrsdienstleistungen für russische Energieexporte. Tsahkna räumte ein, dass unter den G7-Staaten noch kein Konsens über diese Maßnahme bestehe, betonte aber, sie müsse ein Kernziel der EU bleiben. Zudem schlägt Tallinn ein pauschales Einreiseverbot in den Schengen-Raum für alle Personen vor, die seit der Invasion 2022 im russischen Militär gedient haben.
Mit dem Vorstoß will Estland die wirtschaftliche Schlagkraft Russlands weiter schwächen. Aluminium wird in der russischen Luftfahrt, Raketenproduktion und Panzerherstellung eingesetzt. Die estnische Initiative zielt darauf ab, die Lieferketten für diese Industrien zu unterbrechen. Tsahkna betonte, dass Energieexporte weiterhin die wichtigste Finanzquelle des russischen Militärapparats seien.
Quelle: www.kyivpost.com



