Der Auftrag umfasst zunächst eine Konverterplattform des neuen Zwei-Gigawatt-Standards, die auf der Neptun-Werft gefertigt wird. Ein zweiter Auftrag wird derzeit verhandelt – kommt er zustande, summiert sich das Volumen auf rund 2,5 Milliarden Euro. Das gab 50Hertz gemeinsam mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bekannt.
Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet der Auftrag einen wirtschaftlichen Schub: Bis zu 500 neue tarifgebundene Arbeitsplätze auf der Werft und weitere 500 Stellen bei Zulieferern könnten entstehen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach von einem „Riesenauftrag“. Die Werftengruppe Meyer, zu der die Neptun-Werft seit 1997 gehört, will sich nach schwierigen Jahren breiter aufstellen.
Lange war umstritten, ob deutsche Werften bei hochspezialisierten Offshore-Anlagen gegen internationale Konkurrenz bestehen können. 50Hertz-Chef Stefan Kapferer sieht sich bestätigt: „Es beweist, dass heimische Werften beim Bau von Offshore-Plattformen mittelweile wettbewerbsfähige Angebote abgeben können.“ Auch Reiche wertete die Vergabe als industriepolitisches Signal – weltweit gebe es nur wenige Unternehmen, die solche Anlagen bauen könnten.
Die Produktion der ersten Plattform soll 2028 beginnen, die Planung reicht bis 2035. Neptun-Geschäftsführer Ralf Schmitz sprach von einem „bedeutenden Meilenstein“ für die Werft und die gesamte Meyer-Gruppe. Der Auftrag sichert langfristige Auslastung und zusätzliche Fachkräfte.
Quelle: www.sueddeutsche.de



