Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat am Dienstag mindestens einen Mitarbeiter des städtischen Verkehrsbetriebs ATM unter Untersuchung gestellt. Ihm wird vorgeworfen, ohne Autorisierung auf das IT-System zugegriffen und Überwachungskameras gehackt zu haben, um Bilder von Fahrgästen zu erlangen. Zudem ordneten die Ermittler Durchsuchungen bei fünf weiteren männlichen Angestellten an und beschlagnahmten deren Handys und andere Geräte.
Die Fahrer sollen in der Chatgruppe Fotos aus den Überwachungskameras geteilt haben, die auf Beine, Gesichter, Brüste und Oberschenkel von Fahrgästen fokussierten. Dazu kamen sexistische Kommentare und Witze über die Körper der Frauen. Die Gruppe wurde entdeckt, als eine Fahrgastlinie 15 am Samstag einen uniformierten, aber dienstfreien Fahrer bemerkte, der auf seinem Handy den Chat mit den anstößigen Inhalten betrachtete.
Die Frau fotografierte den Bildschirm und schickte das Bild an eine bekannte feministische Aktivistin, die ATM informierte. Das Unternehmen leitete umgehend eine interne Untersuchung ein. In einer Stellungnahme erklärte ATM: „ATM hat prompt und mit größter Aufmerksamkeit gehandelt, um den Vorfall vollständig aufzuklären, die ordnungsgemäße Nutzung der Firmengeräte zu überprüfen, die Fahrgäste zu schützen und die Tausenden von Mitarbeitern zu verteidigen, die täglich korrekt im Dienst der Stadt arbeiten.“
Quelle: www.theguardian.com



