Die Sanierung der ehemaligen Kranfabrik in Hamburg ist der umfangreichste Umbau seit ihrer Gründung. Seit über 40 Jahren dient Kampnagel als Spielstätte für zeitgenössische Kunst, nun werden Infrastruktur und Technik auf den neuesten Stand gebracht. Die Bauarbeiten sind auf vier Jahre veranschlagt, die Kosten belaufen sich auf 168 Millionen Euro.
Während der Bauphase bleibt das Haus geöffnet. In der größten Halle K6 mit mehr als 800 Plätzen wird unverändert gespielt, eine zusätzliche Halle soll entstehen. Intendantin Amelie Deuflhard beschrieb das Vorhaben als „Operation am offenen Herzen“. Das kuratorische Team habe von Anfang an beschlossen, weder zu schließen noch in eine Ausweichspielstätte zu ziehen. Stattdessen wird die Baustelle selbst zur Bühne – unter dem Motto „Under Creation. The Show Goes On.“
Auftakt der Spielzeit 2026/2027 sind unter anderem der portugiesische Marco da Silva Ferreira mit „F*ucking Future“ sowie internationale Künstler wie Göksu Kunak, Stefan Kaegi und Daniel Dominguez Teruel angekündigt. Ein zentrales Projekt ist „Key To The City“ des New Yorker Künstlers Paul Ramírez Jonas: Bis zu 15.000 Hamburger erhalten einen Schlüssel, der Zugang zu normalerweise verschlossenen Orten ermöglicht. Die Stadt soll so zur Bühne werden.
Quelle: www.ndr.de



