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Ostbeauftragte warnt vor Altersarmut durch geplante Rentenreform

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), hat vor Altersarmut in Ostdeutschland gewarnt, falls das Rentenniveau ab 2031 abgesenkt wird. Wie die Zeit berichtet, forderte Kaiser, die gesetzliche Rente als zentrale Lebensgrundlage für viele Ostdeutsche zu erhalten.

Ostbeauftragte warnt vor Altersarmut durch geplante Rentenreform
Bild: img.zeit.de

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), hat sich gegen eine Absenkung des Rentenniveaus ab 2031 ausgesprochen. „Für Menschen in Ostdeutschland darf es keine Absenkung des aktuellen Rentenniveaus ab 2031 geben“, sagte Kaiser der Leipziger Volkszeitung und der Sächsischen Zeitung. Andernfalls drohe vielen die Altersarmut, da die gesetzliche Rente für die meisten Ostdeutschen die einzige Lebensgrundlage im Alter sei.

Unterstützung erhielt Kaiser von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Er forderte, die Lebensleistung der Ostdeutschen nach der Wiedervereinigung zu berücksichtigen. Viele hätten Betriebsverluste und Berufswechsel bewältigt und das Land mit aufgebaut. Die Warnungen folgen auf die Vorschläge einer von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission, die unter anderem längeres Arbeiten, eine Aktienkomponente und eine breitere Beitragsbasis vorsieht. Die Bundesregierung will die Vorschläge zügig umsetzen.

Lob für die Reformvorschläge kam von der Caritas. Präsidentin Eva Welskop-Deffaa betonte, die Kommission packe angesichts gestiegener Lebenserwartung und KI-bedingter Arbeitsmarktverschiebungen mehrere Stellschrauben gleichzeitig an. Sie begrüßte insbesondere die geplante Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sowie Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente. Kritik äußerte hingegen DGB-Chefin Yasmin Fahimi. Sie lehnte die Abschaffung der Rente mit 63 und die Erhöhung des Renteneintrittsalters ab und bezeichnete die Behauptung, längeres Arbeiten sei nötig, um die Rente zu finanzieren, als „eine Legende, um den Leuten Angst zu machen“.

Quelle: www.zeit.de