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Frankreich: Minister müssen sich Drogentests unterziehen

Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu hat per Dienstanweisung unangekündigte Drogentests für Kabinettsmitglieder und Spitzenbeamte angeordnet.

Frankreich: Minister müssen sich Drogentests unterziehen
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Der französische Premierminister Sébastien Lecornu hat in einer Mitte Juni unterzeichneten Dienstanweisung „unangekündigte, regelmäßige Drogentests“ in allen Ministerien und für Spitzenbeamte angeordnet, die über sicherheitsrelevante Dossiers zu befinden haben. Die Tests erfolgen mittels Speicheltests. Bei positivem Ergebnis sollen ein Urin- und ein Bluttest folgen. Regierungsmitarbeitern soll zudem „systematisch eine Überweisung an medizinische Einrichtungen“ angeboten werden.

Auslöser der Maßnahme ist ein Vorfall kurz vor Weihnachten, bei dem ein enger Berater Lecornus bei einer privaten Feier aufgrund von Drogenüberkonsum zusammenbrach. Lecornu entließ den Berater. Zudem wurde ein weiterer Spitzenbeamter, der Finanzchef der Hauptstadtregion Île-de-France, zwangsversetzt, nachdem er an Chemsex-Orgien teilgenommen hatte.

Die Debatte um härtere Strafen für Drogenkonsumenten geht derweil weiter. Das Parlament hat vergangenes Frühjahr einen groß angelegten Plan verabschiedet, der verhindern soll, dass Frankreich zu einem „Narco-Staat“ wird. Zwei Abgeordnete haben beantragt, die Stichproben-Kontrollen auch auf die Parlamentarier auszuweiten. Der Präsident des Arbeitgeberverbands Medef, Patrick Martin, regte an, auch in Unternehmen stichprobenartige Drogentests einzuführen. Premierminister Lecornu hat sich bereits einem Test unterzogen – er fiel negativ aus.

Quelle: www.faz.net