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Prien gegen Social-Media-Verbot für Kinder

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) spricht sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder aus. Stattdessen setzt sie auf altersgerechte Mediennutzung und erhält heute die Empfehlungen einer Expertenkommission.

Prien gegen Social-Media-Verbot für Kinder
Bild: img.zeit.de

Die Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat sich in einem Interview mit dem Magazin Eltern gegen ein einfaches Social-Media-Verbot ausgesprochen. „Wir leben in einer digitalen Gesellschaft. Kinder und Jugendliche sollten davon nicht ausgeschlossen werden“, sagte die CDU-Politikerin. Sie betonte die Verantwortung der Plattformbetreiber, etwa bei der Altersverifikation, und forderte, vulnerable Gruppen stärker zu schützen.

Prien appellierte an die Eltern, Vorbilder zu sein und klare Regeln für die Handynutzung aufzustellen. „Allein die Regel, dass Smartphones nachts nichts im Kinderzimmer zu suchen haben, kann einen enormen Unterschied machen“, so die Ministerin. Sie empfiehlt, dass Kinder im Grundschulalter kein eigenes Smartphone besitzen sollten.

Heute erhält Prien die Handlungsempfehlungen der Expertenkommission Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt. Das Gremium unter Vorsitz der früheren Bundestagsabgeordneten Nadine Schön (CDU) und des Leibniz-Instituts-Direktors Olaf Köller hat mit 18 Fachleuten aus Medien-, Bildungsforschung und Medizin Empfehlungen erarbeitet. Diese gehen über ein mögliches Social-Media-Verbot hinaus und umfassen auch Medienkompetenz und Teilhabe. Die Vorschläge werden am Mittag gemeinsam mit der Ministerin vorgestellt.

Quelle: www.zeit.de