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KI-Nacktbilder von Schülerinnen: Polizei ermittelt in Berlin-Pankow

An der Heinz-Brandt-Schule in Berlin-Weißensee sollen zwei Schüler mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Nacktbilder von Mitschülerinnen verbreitet haben. Die Schulaufsicht wurde eingeschaltet und die Polizei ermittelt.

KI-Nacktbilder von Schülerinnen: Polizei ermittelt in Berlin-Pankow
Bild: tagesspiegel.de

Die Schulleitung der Heinz-Brandt-Schule in Berlin-Weißensee informierte die Schulgemeinschaft am vergangenen Freitag über die Vorfälle. In einem internen Schreiben, aus dem die Berliner „Morgenpost“ zitiert, zeigt sich die Schulleitung „erschrocken und entsetzt“ über den Missbrauch der Fotos. Die beiden mutmaßlich hauptverantwortlichen Schüler wurden mit sofortiger Wirkung vom Unterricht suspendiert.

Der Schulleitung zufolge werden den Schülern mindestens drei Fälle vorgeworfen. Die Ermittlungen führt die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Die Senatsverwaltung für Bildung bestätigte dem Tagesspiegel die Vorfälle und die laufenden Ermittlungen. Sie teilte mit: „Wir nehmen Fälle sexualisierter Gewalt an Schulen grundsätzlich sehr ernst.“ Die Schulleitung habe sofort gehandelt, die Schulgemeinschaft informiert und Ordnungsmaßnahmen eingeleitet.

Die Schulleitung bezeichnet die mutmaßlichen Taten als „massiven Angriff auf die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Schülerinnen“ und als „Form sexualisierter Gewalt“. Als Konsequenz will die Schule ihr Präventionskonzept und das Konzept zur Sexualerziehung überarbeiten. Zudem rief sie Eltern dazu auf, mit ihren Kindern über den Umgang mit Fotos anderer Personen und mit KI-Anwendungen zu sprechen.

Der Bezirkselternausschuss (BEA) Pankow forderte schnelles und sichtbares Handeln der Schulaufsicht. Man setze sich „nachdrücklich für die Sicherstellung des Unterrichts und ein sicheres Lernumfeld ein – das schließt den digitalen Raum für unsere Kinder zwingend mit ein“. Die Schulleitung sei umgehend aktiv geworden, wichtig seien Transparenz, die Hinzuziehung der Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungszentren (SIBUZ) sowie die Einschaltung der Polizei.

Quelle: www.tagesspiegel.de