Do., 25 Juni 2026 Kyjiw 00:01Berlin 23:01London 22:01 UKR / DE / EN

Benzin- und Diesel-Rationierung in 22 russischen Regionen

In 22 russischen Regionen gelten Beschränkungen für den Verkauf von Benzin und Diesel. Wie die Kyiv Post unter Berufung auf The Moscow Times berichtet, sind damit knapp ein Viertel aller Föderationssubjekte Russlands betroffen.

Benzin- und Diesel-Rationierung in 22 russischen Regionen
Bild: static.kyivpost.com

Die betroffenen Gebiete liegen unter anderem in den an die Ukraine grenzenden Regionen Brjansk, Kursk, Belgorod und Woronesch sowie in zentralrussischen Gebieten wie Lipezk, Saratow, Pensa und Nischni Nowgorod. Auch in den erdölreichen Regionen Sibiriens – darunter der Autonome Kreis der Chanten und Mansen, der rund 40 Prozent der russischen Ölförderung ausmacht – wurden Verkaufslimits eingeführt. Hinzu kommen Einschränkungen in Tjumen, Omsk, Nowosibirsk, Kemerowo und Irkutsk sowie in Nordossetien und Adygeja.

Im besetzten Krim und in Sewastopol haben die Behörden den Treibstoffverkauf ausgesetzt. Im russisch besetzten Teil der Luhansk dürfen Kunden nur noch 20 Liter pro Person kaufen. Die regionalen Verantwortlichen begründen die Maßnahmen mit gestiegener Nachfrage, logistischen Problemen und höheren Preisen. Einige Behörden werfen Marktteilnehmern vor, aus Panikkäufen Profit zu schlagen. Der Gouverneur der Oblast Orjol, Andrei Klitschkow, verglich die Lage mit dem Hamstern von Grundnahrungsmitteln während der Corona-Pandemie.

Die Treibstoffknappheit ist eine Folge wiederholter ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und Energieinfrastruktur. Diese Angriffe haben die Raffineriekapazität in mehreren Regionen beeinträchtigt. Der Kreml hatte bereits in den vergangenen Monaten vorübergehende Exportbeschränkungen für Treibstoff verhängt und prüft nun weitere Maßnahmen wie eine Begrenzung der Dieselausfuhren sowie mögliche Importe, um die Versorgungslücke zu schließen.

Quelle: www.kyivpost.com