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Bahnausfall: Wartungsarbeiten künftig nur zwischen 0 und 4 Uhr

Nach dem bundesweiten Zugstillstand in der Nacht zum Mittwoch hat die Deutsche Bahn neue Regeln für Wartungsarbeiten angekündigt. Künftig sollen Instandhaltungsarbeiten nur noch zwischen 0 und 4 Uhr nachts stattfinden, wie das Unternehmen mitteilte.

Bahnausfall: Wartungsarbeiten künftig nur zwischen 0 und 4 Uhr
Bild: heise.cloudimg.io

Wie die Deutsche Bahn in einem Blogbeitrag mitteilte, hatte der Austausch eines Netzwerk-Switches in der Nacht zum Mittwoch zu einem Ausfall des Mobilfunksystems GSM-R geführt. Ohne GSM-R dürfen Züge nicht fahren, weshalb der gesamte Zugverkehr in Deutschland zum Stillstand kam. Ein redundantes System wurde nicht automatisch aktiviert, da eine Fehlermeldung ausblieb.

Nach 90 Minuten aktivierten Bahn-Mitarbeiter manuell die Rückfallebene, sodass sich erste Züge gegen 0:30 Uhr wieder bewegten. Die ersten Meldungen über den Ausfall gab es gegen 22:20 Uhr. Ein befürchtetes Verkehrschaos am Mittwochmorgen blieb aus.

Die Bahn hat drei Maßnahmen ergriffen: Vorerst kein Austausch von Komponenten, Fehlerbehebung mit dem Hersteller des Switches und die zeitliche Beschränkung von Instandhaltungsarbeiten auf die Zeit zwischen 0 und 4 Uhr. DB-InfraGO-Chef Philipp Nagl erklärte zudem, dass die Rückfallebene über den öffentlichen Mobilfunk neu aufgestellt werde. Das auf 2G basierende GSM-R-System soll noch mindestens zehn Jahre genutzt werden, bis der neue Standard FRMCS kommt – der jedoch von der EU noch nicht spezifiziert ist.

Quelle: www.heise.de