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Münchner Polizei zieht 9,5 Millionen Euro Bargeld und Gold ein

Die Zentralstelle Geldwäschebekämpfung und Vermögensabschöpfung (ZGV) bei der Generalstaatsanwaltschaft München hat im vergangenen Jahr 9,5 Millionen Euro eingezogen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Darunter waren allein 57 Kilo Gold.

Münchner Polizei zieht 9,5 Millionen Euro Bargeld und Gold ein
Bild: sueddeutsche.de

Die Zentralstelle Geldwäschebekämpfung und Vermögensabschöpfung (ZGV) bei der Generalstaatsanwaltschaft München hat im vergangenen Bargeld und Vermögen im Wert von 9,5 Millionen Euro eingezogen. Acht Millionen Euro flossen in die Kassen des Freistaats Bayern, der Rest ging an die Opfer der Verbrechen. Die Behörde ist für besonders große Geldwäscheverfahren im Freistaat zuständig und unterstützt Gerichte und Staatsanwaltschaften bei der Einziehung illegaler Gelder.

„Das Geld liegt auf der Straße“, sagt Hildegard Bäumler-Hösl, Oberstaatsanwältin und Leiterin der ZGV. Die Behörde sei mit immer neuen Betrugsmaschen konfrontiert. Zu Schockanrufen und Enkeltrick komme mittlerweile der sogenannte Elterntrick, bei dem sich Täter über Messenger-Dienste als Kind des Opfers ausgeben und eine Notlage vortäuschen. Auch Unternehmen geraten zunehmend ins Visier von Betrügern.

Ein Beispiel: Im Frühjahr 2024 wollte eine große Münchner Firma 500.000 Euro an eine südamerikanische Tochter überweisen. Cyberkriminelle hackten den E-Mail-Account eines Mitarbeiters und baten in einer täuschend echten Nachricht, das Geld auf ein Konto in Portugal zu überweisen. Die Firma kam der Aufforderung nach. Dank einer europäischen Ermittlungsanordnung konnten die 500.000 Euro gesichert werden. Das Geld ging an das Unternehmen zurück.

Bei sogenannten Bargeldaufgriffen auf Bayerns Straßen häufen sich die Fälle. „Wir haben hier einmal im Monat einen großen Bargeldaufgriff, wo man sich fragt: Wo kommt das her?“, sagt Bäumler-Hösl. So fanden Schleierfahnder im März auf der A3 rund 1,6 Millionen Euro Bargeld in einem Auto – der größte derartige Fund in Niederbayern seit Langem. Der Fahrer, eine mutmaßlich führende Figur einer internationalen Geldwäscheorganisation, sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle: www.sueddeutsche.de