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Blitzeinschlag: 250 Jahre altes Reetdachhaus in Molfsee abgebrannt

Im Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel ist eine historische Reetdachkate durch einen Brand zerstört worden. Vermutlich löste ein Blitzeinschlag das Feuer aus.

Blitzeinschlag: 250 Jahre altes Reetdachhaus in Molfsee abgebrannt
Bild: images.ndr.de

Das Feuer brach am Sonntagmorgen gegen halb fünf in der sogenannten Kate von Bergenhusen aus. Die Feuerwehr löschte den Brand, Nachlöscharbeiten mit einem Bagger dauerten an. Das Museum blieb am Sonntag geschlossen.

Kurator Nils Kagel bezeichnete den Verlust als sehr bedauerlich. Die Kate sei eines der wertvolleren Exponat-Häuser gewesen. Das Haus stammte ursprünglich aus Bergenhusen und war im Museum wieder aufgebaut worden – es war reich verziert mit Schnitzereien und Inschriften. Auf dem Giebel stand, dass es 1765 neu errichtet wurde, nachdem es bereits einmal durch einen Blitz zerstört worden war. „Es hat schon eine gewisse Ironie“, so Kagel. Der Giebel soll nun gesichert werden.

Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar. Kagel betonte den hohen wissenschaftlich-kulturellen Wert des Hauses. Erleichtert zeigte er sich, dass das Feuer nicht auf die benachbarte Scheune von Stapelholm etwa aus dem Jahr 1550 übergegriffen habe – das wertvollste Gebäude des Museums, nur etwa 15 Meter entfernt. Anders als andere Reetdachhäuser im Museum hatte die zerstörte Kate keinen Blitzableiter. Kagel sieht darin eine Lehre für den Brandschutz in Museen.

Quelle: www.ndr.de