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Putin korrigiert Kriegsziele – Experte sieht Schwäche

Wolodymyr Putin hat auf dem Parteitag der Regierungspartei „Einiges Russland“ den Kriegsverlauf thematisiert und ukrainische Angriffe beklagt. Der Politologe Ihor Tschalenko sieht darin eine Anpassung der russischen Kriegsziele.

Putin korrigiert Kriegsziele – Experte sieht Schwäche
Bild: 24tv.ua

Der russische Präsident Wolodymyr Putin hat auf dem Kongress der Regierungspartei „Einiges Russland“ über den Verlauf des Angriffskriegs gegen die Ukraine gesprochen. Dabei behauptete er, die ukrainischen Streitkräfte kämen an der Front nicht voran, und warf ihnen „terroristische Angriffe“ auf russische Ziele vor. Der Politologe Ihor Tschalenko, Leiter des Zentrums für Analyse und Strategien, wertete die Rede gegenüber 24 Kanal als Beleg dafür, dass Putin die Ziele der sogenannten „Spezialoperation“ nachjustiere.

Für die Ukraine sei dies ein günstiges Zeichen, so Tschalenko, denn es zeige, dass der Kremlchef die Erfolge der ukrainischen Verteidigung nicht länger verschweigen könne. Der Experte verwies auf die Kleinstadt Mala Tokmatschka in der Region Saporischschja, die die russische Armee wiederholt zu erobern behaupte – ein Beispiel für die Diskrepanz zwischen Propaganda und Realität. Putin selbst räumte ein, dass Russland „schwere Zeiten“ durchlebe, betonte aber, das Land lasse sich nicht brechen.

Die Rede fand vor dem Hintergrund wachsender innenpolitischer Spannungen statt. Tschalenko zufolge habe der Kreml selbst das Gerücht über eine mögliche Verschiebung der Präsidentschaftswahlen gestreut – ein Hinweis auf Probleme bei der Mobilisierung und Putins Zögern, eine umfassende Einberufung anzuordnen. Ohne diese werde es für Russland schwierig, die Offensive fortzusetzen. Putin kritisierte zudem die westlichen Sanktionen als unrechtmäßig, ohne konkrete Pläne zur Sicherung von Wohlstand und Sicherheit für die russische Bevölkerung zu nennen.

Quelle: 24tv.ua