Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer hat sein Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in den USA in eine eigenständige Tochtergesellschaft namens Ruveon überführt. Diese Entscheidung wurde am Donnerstag bekannt gegeben und zielt darauf ab, das Geschäft gezielt auf die Anforderungen des US-Marktes auszurichten.
Das Glyphosatgeschäft außerhalb der USA ist nicht Teil der Ausgliederung. Bayer betont, dass Ruveon weiterhin Teil des Bayer-Konzerns bleibt.
Die Ausgliederung erfolgt vor dem Hintergrund einer Klagewelle in den USA, die Bayer seit der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto im Portfolio hat. Der Konzern sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, dass glyphosathaltige Produkte Krebsrisiken bergen. Bis Ende 2026 will der Konzern diese Risiken deutlich senken.
Zugleich ist das Geschäft mit Glyphosat für Bayer in den vergangenen Jahren weniger attraktiv geworden. Das Produkt besitzt keinen Patentschutz und ist einer starken Konkurrenz durch Billiganbieter aus China ausgesetzt. 2025 sank der Umsatz, den Bayer weltweit mit Glyphosat macht, auf 2,5 Milliarden Euro – bei bescheidenen Margen, wie es in Unternehmenskreisen heißt.
Quelle: www.handelsblatt.com



