Die geplante Zusage sieht vor, über zwei Jahre hinweg insgesamt 140 Milliarden Euro für militärische Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung bereitzustellen. Ein EU-Hilfspaket wird dabei mitgerechnet: Bis Ende 2027 soll die Ukraine rund 60 Milliarden Euro für verteidigungsrelevante Ausgaben aus Brüssel erhalten. Die verbleibenden rund 80 Milliarden Euro müssten die Nato-Staaten aus ihren nationalen Haushalten stemmen.
Da die USA unter Präsident Donald Trump die Finanzierung von Ukrainehilfen weitgehend gestoppt haben, wird Deutschland voraussichtlich den größten Anteil übernehmen. Für dieses Jahr hat die Bundesregierung bereits 11,5 Milliarden Euro für Artillerie, Drohnen und gepanzerte Fahrzeuge eingeplant – der höchste Betrag seit Kriegsbeginn 2022, so das Verteidigungsministerium.
Die Gipfelerklärung soll am kommenden Mittwoch zum Abschluss des zweitägigen Spitzentreffens in Ankara veröffentlicht werden. Neben der Ukraine-Hilfe enthält der Entwurf auch Formulierungen, die eine stärkere europäische Verantwortung für Verteidigung und Abschreckung vorsehen. Russland wird erneut als dauerhafte Bedrohung für die euroatlantische Sicherheit beschrieben.
Quelle: www.spiegel.de



