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Galerie der Moderne auf Schloss Gottorf öffnet mit 350 Werken neu

Nach zweijähriger Schließung eröffnet die Galerie der Moderne auf der Schleswiger Museumsinsel neu. Ab sofort sind 350 Werke von Künstlern wie Käthe Kollwitz, Nolde und Georg Tappert in neuem Licht und mit veränderter Konzeption zu sehen.

Galerie der Moderne auf Schloss Gottorf öffnet mit 350 Werken neu
Bild: images.ndr.de

Die Galerie der Moderne auf der Schleswiger Museumsinsel hat nach zweijähriger Schließung wieder geöffnet. Statt des früheren Museumsweiß dominieren nun kräftige Farben die Wände, die die expressionistischen Werke von Nolde, Alexej von Jawlensky und den Brücke-Künstlern nicht überdecken, sondern in einen neuen Dialog treten lassen. Kuratorin Uta Kuhl erklärte: „Wir haben hier eine völlig neue Konzeption umsetzen können. Die Werke treten in einen Dialog und wir haben eine chronologische Präsentation von den starken expressionistischen Anfängen um 1900/1910 bis in die Gegenwart.“

Die Sammlung umfasst Arbeiten von 130 Künstlerinnen und Künstlern, darunter neben bekannten Namen auch wiederentdeckte Positionen. Ein besonderer Raum ist dem Dialog zwischen Ernst Barlachs Bronzeskulptur „Der Schwebende“ und Werken seiner engen Freundin Käthe Kollwitz gewidmet. Die Räume führen chronologisch durch die Epochen: von den wilden Zwanzigern mit Georg Tapperts Clowns und Nackttänzerinnen über die Erschütterungen der Weltkriege bis zur Gegenwartskunst. Der Rundgang endet bewusst in einer Sackgasse, um beim Rückblick neue Perspektiven auf die Werke zu eröffnen.

Ergänzt wird die Schau durch die kürzlich bekannt gegebene Schenkung der Sammlung Horn an das Land Schleswig-Holstein. Christina Feilchenfeldt lobte die Präsentation: „Wichtig war uns, dass man den Charakter der Sammlung erkennt, auch gerade jetzt bei der ersten Präsentation, und das ist auch schön umgesetzt.“ Die Galerie plant zudem Führungen und Konzerte. Im Außenbereich macht die dänische Künstlerin Benedikte Bjerre mit einer Installation auf Klimawandel und Konsum aufmerksam.

Quelle: www.ndr.de