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DAX startet nach Rekordwoche verhalten – Zinssorgen und Nahost belasten

Nach dem Rekordhoch am Freitag dürfte der DAX laut Tagesschau verhalten in die neue Woche starten. Zinserhöhungen in den USA werden zwar unwahrscheinlicher, doch die Lage im Nahen Osten und Sorgen um den KI-Sektor bremsen die Kurse.

DAX startet nach Rekordwoche verhalten – Zinssorgen und Nahost belasten
Bild: Tagesschau

Nach dem Rekordhoch am Freitag dürfte der DAX laut Tagesschau verhalten in die neue Woche starten. Zinserhöhungen in den USA werden zwar unwahrscheinlicher, doch die Lage im Nahen Osten und Sorgen um den KI-Sektor bremsen die Kurse.

Der deutsche Leitindex DAX hatte am vergangenen Freitag mit 25.826 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht und schloss 0,8 Prozent im Plus bei 25.779 Zählern. Auslöser waren schwache US-Arbeitsmarktdaten, die Spekulationen auf ausbleibende Zinserhöhungen der US-Notenbank nährten. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, erklärte, die Anzeichen eines nachlassenden Beschäftigungsaufbaus senkten die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen im Jahr 2026. Der Markt preise bis Jahresende nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent ein. Als nächsten wichtigen Datenpunkt nannte Stephan die US-Verbraucherpreisinflation am 14. Juli.

Trotz der Rekordstimmung bleiben Analysten vorsichtig. Timo Emden vom Analysehaus Emden Research warnte, der jüngste US-Arbeitsmarktbericht nehme den Zinserhöhungssorgen zwar kurzfristig den Wind aus den Segeln. „Die gute Stimmung an den Börsen sollte jedoch nicht kaschieren, dass unter der Oberfläche weiterhin erhebliche Unwägbarkeiten glimmen“, so Emden. Dazu zählten Risiken im Nahen Osten, Unsicherheiten über den weiteren Zinspfad der Notenbanken und kritische Fragen zum KI-Sektor.

Positive Impulse könnten vom Ölmarkt kommen. Das Ölkartell Opec+ einigte sich auf eine höhere Produktion ab August: Die Fördermenge soll um 188.000 Barrel pro Tag steigen. Bereits im Juni und Juli hatte es ähnliche Erhöhungen gegeben, die jedoch wegen der Schließung der Meerenge von Hormus für Tanker wichtiger Produzenten wie Saudi-Arabien oder Kuwait weitgehend wirkungslos blieben. Die hohen Energiepreise hatten zuletzt die Inflation weltweit angetrieben.

Von der Wall Street könnte ebenfalls Unterstützung kommen: Die Terminmärkte deuten auf einen freundlichen Handelsstart hin. Am Donnerstag hatte der Dow Jones mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 52.900 Punkten geschlossen, der S&P 500 notierte kaum verändert bei 7.483 und der Nasdaq gab 0,8 Prozent auf 25.832 Stellen nach.

Quelle: Tagesschau