Nach dem WM-Achtelfinalspiel zwischen Frankreich und Paraguay, das Frankreich mit 1:0 gewann, geriet Kylian Mbappé in die Schlagzeilen, als die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia mehrere rassistische Äußerungen gegen ihn tätigte. Amarilla bezeichnete Mbappé unter anderem als „kolonisierten Kameruner, der verzweifelt versucht, als Franzose durchzugehen“. Ihre beleidigenden Kommentare lösten international Empörung aus.
Mbappé reagierte online und warf Amarilla „unverhohlenen Rassismus“ vor. Er bezeichnete sie als „eine verachtenswerte Frau und ihrer Funktion nicht würdig“ und betonte, dass ihre Äußerungen nicht für Paraguay oder dessen Bevölkerung stehen.
Der französische Fußballverband (FFF) verurteilte die rassistischen Äußerungen der Senatorin scharf und bezeichnete sie als „verabscheuungswürdig und inakzeptabel“. Der Verband kündigte an, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu stellen, um rechtliche Schritte einzuleiten. Zudem sprach Verbandspräsident Philippe Diallo Mbappé und allen Opfern solcher Äußerungen seine volle Unterstützung aus.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich ebenfalls zu den Vorfällen und schrieb auf X: „Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen den Rassismus. Meine volle Unterstützung. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.“
Die Regierung Paraguays verurteilte die rassistische Beleidigung durch eine Senatorin. Die Äußerungen „spiegeln in keiner Weise die Haltung der Regierung der Republik Paraguay oder des paraguayischen Volkes wider“, hieß es in einer Erklärung.
Quelle: www.zeit.de



