Der Chef des ukrainischen Hauptgeheimdienstes (HUR), Kyrylo Budanov, hat in einem Interview mit RBK-Ukraina neue Details zu russischen Militärplanungen genannt. Demnach habe der Kreml seine bisherige Strategie geändert: Früher sei ein Angriff auf EU-Länder erst nach dem Ende des Krieges gegen die Ukraine vorgesehen gewesen, nun würden die Pläne angepasst. „Jetzt korrigieren sie die Pläne ein wenig, sie sind bereit“, sagte Budanov.
In internen russischen Dokumenten sei als Zieltermin für die Herstellung der vollen Gefechtsbereitschaft der Beginn des Jahres 2027 festgelegt. Budanov betonte jedoch, dass militärische Bereitschaft und eine politische Entscheidung zum Angriff zwei verschiedene Dinge seien. Die Existenz solcher Pläne bedeute nicht, dass Russland bereits den endgültigen Beschluss gefasst habe. „Bis Anfang 2027 ist es nicht mehr lange hin“, fügte er hinzu.
Die Aussagen des Geheimdienstchefs reihen sich in eine Serie von Warnungen westlicher und ukrainischer Stellen ein. So hatten die USA Polen zuletzt über mögliche russische Provokationen an der NATO-Ostflanke informiert, darunter Angriffe auf kritische Infrastruktur oder inszenierte Grenzzwischenfälle. Ziel solcher Aktionen könnte sein, die Bündnissolidarität und die Anwendung des NATO-Artikels 5 zu testen.
Quelle: 24tv.ua



