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Amazon löscht KI-synchronisierten Film nach Spott im Netz

Nach massivem Spott in sozialen Medien hat Amazon den Thriller „Deadly Patient – Tödlicher Patient“ aus Prime Video entfernt. Der Film war mit einer KI-generierten deutschen Synchronisation versehen, die für groteske Dialoge sorgte.

Amazon löscht KI-synchronisierten Film nach Spott im Netz
Bild: cdn.t3n.de

Nach massivem Spott in sozialen Medien hat Amazon den Thriller „Deadly Patient – Tödlicher Patient“ aus Prime Video entfernt. Der Film war mit einer KI-generierten deutschen Synchronisation versehen, die für groteske Dialoge sorgte.

Amazon Prime Video löschte am Montag den Film Deadly Patient – Tödlicher Patient aus seinem Angebot. Grund war die deutsche Synchronisation, die automatisch von Künstlicher Intelligenz erstellt worden war und in sozialen Medien wie TikTok für Häme sorgte. Nutzer machten sich über ausdruckslose Dialoge lustig, etwa: „Die Sanitäter fanden Euch im Bett“ – „Ich sollte da gestorben haben“.

Ein Sprecher von Amazon teilte dem Branchenmagazin DWDL mit, die Synchronisation habe nicht den Qualitätsstandards von Prime Video entsprochen. Der Film sei vorerst nicht mehr verfügbar. Zugleich wies Amazon die Verantwortung für die KI-Synchro zurück: Man habe sie nicht selbst in Auftrag gegeben. Der Film sei über Prime Video Direct von einem Drittanbieter hochgeladen worden.

Der Skandal um Deadly Patient ist kein Einzelfall. Der Schauspieler und Synchronsprecher Raphael Galuska wies auf Instagram darauf hin, dass bei Prime Video weitere Filme mit mangelhafter KI-Synchronisation verfügbar seien. Sie stammten oft von der Firma Reel One International, die auch hinter Deadly Patient steckt. Galuska teilte Ausschnitte, die noch skurriler wirken – etwa: „Ich bin mehr als nur Pinguine“ – „Aber es gibt auch Kuchen“.

Erst im Frühjahr 2025 hatte Amazon Prime Video angekündigt, KI-unterstützte Synchronisation für lizenzierte Filme und Serien zu testen. Damals hieß es, die KI solle in einem hybriden Ansatz mit menschlichen Lokalisierungsexperten zusammenarbeiten, um die Qualität zu sichern. Der aktuelle Fall dürfte die Debatte um den Einsatz von KI in der Filmbranche weiter anheizen.

Quelle: t3n.de