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IOC hebt Suspendierung des russischen Olympischen Komitees vorläufig auf

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees (ROC) vorübergehend aufgehoben. Russische Athleten könnten damit bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles wieder unter ihrer Landesflagge antreten.

IOC hebt Suspendierung des russischen Olympischen Komitees vorläufig auf
Bild: ichef.bbci.co.uk

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees (ROC) vorübergehend aufgehoben. Russische Athleten könnten damit bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles wieder unter ihrer Landesflagge antreten.

Die Exekutivratsitzung des IOC habe die Entscheidung nach „gründlicher Analyse“ getroffen, teilte die Organisation am Dienstag mit. Grundlage sei, dass der russische Verband keine regionalen Sportorganisationen aus von der Ukraine kontrollierten Gebieten mehr umfasse und zugesichert habe, dort keine Aktivitäten zu entfalten. Der ukrainische Nationale Olympische Komitee (NOK) protestierte umgehend und bezeichnete den Schritt als verfrüht. Man habe dem IOC wiederholt Beweise vorgelegt, dass der ROC weiterhin gegen die territoriale Integrität des ukrainischen NOK verstoße.

Das IOC betonte, die Entscheidung sei vorläufig und man werde die Lage weiter beobachten. Die endgültige Zulassung einzelner Athleten liegt weiterhin bei den internationalen Sportverbänden und Turnierorganisatoren. Noch offen ist, ob Russland bei den Spielen in Los Angeles seine Nationalflagge, die Landesfarben und die Hymne verwenden darf.

Bereits im Mai hatte das IOC empfohlen, alle Beschränkungen für belarussische Sportler aufzuheben. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo durften nur wenige russische und belarussische Athleten starten – und zwar ausschließlich in Einzeldisziplinen und als neutrale Teilnehmer ohne nationale Symbole. Der ukrainische NOK hatte damals „tiefe Enttäuschung“ geäußert und darauf hingewiesen, dass Belarus weiterhin die russische Aggression unterstütze.

BBC-Sportredakteur Dan Roan kommentierte, angesichts des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine werde die IOC-Entscheidung kontrovers aufgenommen und vor allem in Europa kritisiert werden. Überraschend komme sie jedoch nicht. Bereits im Februar hatte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry betont, der Sport müsse ein „neutraler Raum“ bleiben – ein Signal, das als Hinweis auf eine mögliche Lockerung der Sanktionen gegen Russland gedeutet wurde.

Quelle: www.bbc.com