Di., 21 Juli 2026 Kyjiw 13:27Berlin 12:27London 11:27 UKR / DE / EN

Attacke in Regionalbahn: Haftbefehl gegen Verdächtigen abgelehnt

Nach dem lebensgefährlichen Sturz eines Bahnmitarbeiters aus einem fahrenden Regionalzug hat das Amtsgericht Karlsruhe den Haftbefehl gegen den 36-jährigen Tatverdächtigen abgelehnt. Grund seien Zweifel am Tathergang nach Sichtung eines Überwachungsvideos, wie das Gericht mitteilte.

Attacke in Regionalbahn: Haftbefehl gegen Verdächtigen abgelehnt
Bild: img.zeit.de

Nach dem lebensgefährlichen Sturz eines Bahnmitarbeiters aus einem fahrenden Regionalzug hat das Amtsgericht Karlsruhe den Haftbefehl gegen den 36-jährigen Tatverdächtigen abgelehnt. Grund seien Zweifel am Tathergang nach Sichtung eines Überwachungsvideos, wie das Gericht mitteilte.

Ein 26-jähriger Bahnmitarbeiter war am Freitagabend bei einer Auseinandersetzung aus einem fahrenden Zug gestürzt. Er wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll ein 36-jähriger Mann den Mitarbeiter bei einer Ticketkontrolle geschlagen und getreten haben. Während des Konflikts gab die Zugtür nach und der Mitarbeiter fiel aus dem fahrenden Zug. Unklar bleibt, warum sich die Zugtür geöffnet hat.

Das Amtsgericht Karlsruhe lehnte den beantragten Haftbefehl ab, auch wegen eines zweifelhaften Überwachungsvideos. Das Video wurde dem Gericht zufolge kurz nach dem Vorfall vom Haftrichter ausgewertet. Die Aufnahmen hätten Zweifel am konkreten Ablauf des Geschehens ergeben, teilte das Gericht mit, ohne Details zu nennen.

Die Staatsanwaltschaft hatte einen Haftbefehl wegen Körperverletzung beantragt.

Quelle: www.zeit.de