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Linke fordert Aufnahme von Migranten aus Ceuta in Deutschland

Die Linke verlangt von Deutschland und der EU, Schutzsuchende aus der spanischen Exklave Ceuta aufzunehmen. Fraktionsvize Clara Bünger sagte, die Lage sei keine Naturkatastrophe, sondern Folge politischer Entscheidungen.

Linke fordert Aufnahme von Migranten aus Ceuta in Deutschland
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Die Linke verlangt von Deutschland und der EU, Schutzsuchende aus der spanischen Exklave Ceuta aufzunehmen. Fraktionsvize Clara Bünger sagte, die Lage sei keine Naturkatastrophe, sondern Folge politischer Entscheidungen.

Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Clara Bünger, sieht Deutschland und die Europäische Union in der Pflicht, bei der Versorgung der Migranten in Ceuta zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen. Die Menschen bräuchten medizinische Hilfe, Wasser und einen sicheren Ort, sagte die innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion.

Bünger betonte, dass höhere Mauern die Flucht nicht verhindern, sondern nur gefährlicher machen würden. Solange es keine sicheren und legalen Wege gebe, würden Menschen weiterhin in Lebensgefahr getrieben. Sie widersprach damit der Linie von Alexander Dobrindt (CSU) und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die auf Abschottung setzen.

Dobrindt hatte die Ereignisse in Ceuta zum Anlass genommen, eine Verlängerung der deutschen Grenzkontrollen anzukündigen. Der Erfolg bei der Bekämpfung illegaler Migration müsse erhalten und ausgebaut werden, teilte er dem SPIEGEL mit. Zuvor hatten Dobrindt und Merz die spanische Regierung aufgefordert, die eingereisten Migranten nach Marokko zurückzubringen.

Nach spanischen Angaben erreichten in den vergangenen Tagen rund 60.000 Menschen Ceuta von Marokko aus. 34 Menschen kamen ums Leben, etwa 25.000 kehrten bereits zurück. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sprach von einem Angriff auf die territoriale Integrität seines Landes und machte Gerüchte der Schleusermafia für den Ansturm verantwortlich.

EuroPulse berichtete am 29. Juli 2026 über Merz‘ Ankündigung, vorerst keine weiteren Personalwechsel vorzunehmen: Merz schließt vorerst weitere Personalwechsel aus.

Quelle: www.spiegel.de