Vor den versammelten Botschaftern der Ukraine in Kiew machte Selenskyj deutlich, dass ein genaues Datum für einen möglichen Frieden nicht vorhersagbar sei. Er setzt auf eine Kombination aus ukrainischen Drohnenangriffen über mittlere und lange Distanz, internationalen Sanktionen und diplomatischen Bemühungen. Diese müssten zusammenwirken, um Russland keine andere Wahl zu lassen, wie er sagte.
Gleichzeitig bereitet sich Kiew auf einen weiteren Kriegswinter vor. Selenskyj beauftragte die Diplomaten, bei ausländischen Partnern technische Unterstützung und Waffen zu organisieren. „Jeder Botschafter muss Waffen für die Ukraine auftreiben“, forderte er. Als wichtiges Projekt nannte er die gemeinsame Entwicklung des Raketenabwehrsystems Freyja mit europäischen Partnern.
Ende Juni hatte Selenskyj eine 40-tägige Phase von Geheimdienstaktionen angekündigt, um Russland zum Frieden zu zwingen. In diese Zeit fielen unter anderem Angriffe auf Logistikzentren des russischen Online-Händlers Wildberries. Die Frist läuft an diesem Dienstag ab.
Quelle: www.welt.de



