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Ukraine: Inflation steigt im Juli auf 7,7 Prozent

Die jährliche Inflationsrate in der Ukraine ist im Juli auf 7,7 Prozent gestiegen, nach 7,2 Prozent im Juni. Wie der staatliche Statistikdienst mitteilt, blieb die Kerninflation bei 8,1 Prozent.

Ukraine: Inflation steigt im Juli auf 7,7 Prozent
Bild: static.kyivpost.com

Die jährliche Inflationsrate in der Ukraine ist im Juli auf 7,7 Prozent gestiegen, nach 7,2 Prozent im Juni. Wie der staatliche Statistikdienst mitteilt, blieb die Kerninflation bei 8,1 Prozent.

Die Beschleunigung der Teuerung geht vor allem auf staatlich regulierte Tarife und Transportdienstleistungen zurück. Die Wasserpreise stiegen im Jahresvergleich um 31,9 Prozent, die Kosten für Verkehrsdienste um 28,9 Prozent. Auch die Preise für Kraftstoffe legten weiter zu, wenn auch etwas langsamer als zuvor: Sie lagen im Juli 28 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der stellvertretende Gouverneur der ukrainischen Nationalbank, Wolodymyr Lepuschynskyj, hatte bereits auf Basis der vorläufigen Julidaten vor einer Umkehr des Inflationstrends gewarnt. Er sieht das Risiko, dass die Teuerung längere Zeit über dem Zielwert der Notenbank von 5 Prozent verharrt. Die monatliche Kerninflation, die schwankungsanfällige Komponenten ausklammert, verlangsamte sich im Juli auf 0,3 Prozent.

Hinter der anhaltend hohen Kerninflation stehen nach Angaben des Statistikdienstes mehrere Faktoren: die Folgen des Krieges im Nahen Osten, verheerende russische Raketenangriffe sowie der Stopp des Schwarzmeer-Korridors, der ebenfalls auf russische Angriffe auf Schiffe zurückgeht. Diese Umstände machten den Preisauftrieb hartnäckiger und dauerhafter.

Quelle: www.kyivpost.com