Der operative Gewinn des Touristikunternehmens fiel damit um 41 Millionen Euro niedriger aus, als Analysten mit 275 Millionen Euro prognostiziert hatten. Die Aktie verlor im frühen Handel zeitweise vier Prozent und rutschte ans MDAX-Ende. Seit Kriegsbeginn Ende Februar haben die Papiere zwölf Prozent an Wert eingebüßt.
Sebastian Ebel erklärte bei der Bilanzvorlage: „2026 ist kein normales Jahr. Die Nachfrage bleibt auch in geopolitischen Krisenphasen bestehen – wird jedoch kurzfristiger.“ Die Menschen reisten weiterhin, entschieden sich aber immer später und bevorzugten günstige Last-Minute-Angebote. Um die Marge zu schützen, reduzierte TUI das Angebot um fünf Prozent.
Die Kundenzahl sank um 3,3 Prozent auf 9,9 Millionen. Der Iran-Krieg kostete den Konzern rund 60 Millionen Euro Gewinn, unter anderem wegen Rückholaktionen gestrandeter Urlauber und zweier Kreuzfahrtschiffe, die am Persischen Golf wochenlang festlagen. In den vergangenen Wochen zogen die Buchungen jedoch wieder an – Ebel sprach von einer „sehr starken Normalisierung des Geschäftes“.
Die im April gesenkte Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte TUI unter der Bedingung, dass sich die geopolitischen Spannungen nicht verschärfen und die Treibstoffversorgung gesichert bleibt. Sorgen vor Flugausfällen wegen Kerosinmangels sieht der Konzern derzeit nicht.
Quelle: Tagesschau



