Die Bundesregierung hat in ihren Sparplänen vorgesehen, dass Personen, die Angehörige pflegen, künftig weniger Rente erhalten. Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann hat jedoch angekündigt, diesen Punkt korrigieren zu wollen. Er wolle nicht bei der Rente von pflegenden Angehörigen sparen, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag.
Linnemann, der der CDU angehört, äußerte sich in der Bild am Sonntag und bezeichnete die Menschen, die andere zu Hause pflegen, als „die Alltagshelden Deutschlands“. Aktuell zahlen die Pflegekassen unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 740 Euro im Monat an Rentenbeiträgen für pflegende Angehörige. Der ursprüngliche Plan von Vorgängerin Nina Warken sah vor, dass für künftige Rentenansprüche nur noch 70 Prozent dieser Beträge gezahlt werden sollen.
Die Ankündigung von Linnemann wurde von verschiedenen Organisationen, darunter der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und die Deutsche Stiftung Patientenschutz, begrüßt. Offenkundig wolle der CDU-Politiker den „politischen Irrweg“ seiner Amtsvorgängerin und Parteifreundin Warken beenden, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.
Quelle: Tagesschau



