Bei seiner mit Spannung erwarteten Rede auf dem Wirtschaftssymposium der Federal Reserve in Wyoming machte Warsh deutlich, dass die Notenbank die Inflation weiterhin entschlossen bekämpfen werde. „Hier ist mein Maßstab: Wir müssen davon überzeugt sein, dass sich die zugrunde liegende Inflation auf unser Ziel zubewegt – und zwar eindeutig und mit ausreichender Geschwindigkeit“, sagte er laut Redemanuskript. „Ansonsten haben wir noch einiges zu tun.“
Die jüngsten Konjunkturdaten zeigten zwar eine leichte Abkühlung, doch Warsh sieht darin keine Trendwende. Im Juli lag die Inflation in den USA bei 3,4 Prozent und damit seit mehr als fünf Jahren über dem Zielwert von 2 Prozent. Bereits beim Zinsentscheid Ende Juli hatten sich drei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder des Zentralbankrats offen für eine weitere Anhebung ausgesprochen; Warsh enthielt sich damals.
US-Präsident Donald Trump hatte Warsh im Mai eingesetzt, um deutliche Zinssenkungen durchzusetzen. Doch der von Trump ausgelöste Irankrieg treibt die Energiepreise und damit die Inflation. Seit Dezember 2025 lässt die Fed den Leitzins unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Die Rede trieb den Dax auf ein Rekordhoch von 26.580,64 Punkten, während der Euro gegenüber dem Dollar nachgab.
Quelle: www.spiegel.de



