Die Abgeordneten aus der Region haben ein siebenseitiges Papier verfasst, das die Stimmung in der Partei aufgreift. Darin fordern sie unter anderem eine gerechtere Verteilung der Lasten künftiger Reformen und kritisieren die geplante Verschärfung bei Krankschreibungen. Die Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas werden zwar nicht direkt angegriffen, doch viele Forderungen widersprechen dem aktuellen Kurs der SPD in der Koalition.
Besonders deutlich wird die Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Die Autoren schreiben, viele Debatten der vergangenen Monate hätten den nötigen Respekt vermissen lassen, insbesondere vom Kanzler. Das füge der Akzeptanz von Politik schweren Schaden zu. Die geplante Rente mit 63 solle nicht abgeschafft werden, heißt es in dem Papier.
Die SPD-Fraktion hat nach eigenen Angaben 14 Abgeordnete aus dem Ruhrgebiet, 13 davon mit Direktmandat. Wenn sie geschlossen abstimmen, kann gegen ihren Willen keine Mehrheit erreicht werden. Die Fraktionsspitzen von Union und SPD erklärten derweil, Änderungen am Reformkonzept seien nicht ausgeschlossen.
Quelle: Tagesschau



