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Merz: Unterschiede zur AfD sind fundamental, keine Koalition

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jede Koalition mit der AfD ausgeschlossen. In der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz“ warf er der Partei vor, die Sicherheit Deutschlands zu gefährden, wie die WELT berichtet.

Merz: Unterschiede zur AfD sind fundamental, keine Koalition
Bild: images.welt.de

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jede Koalition mit der AfD ausgeschlossen. In der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz“ warf er der Partei vor, die Sicherheit Deutschlands zu gefährden, wie die WELT berichtet.

Der Kanzler begründete seine Ablehnung in der am Donnerstag ausgestrahlten Sendung mit den engen Kontakten der AfD zu Russland. Die Partei gehe in der russischen Botschaft in Berlin „ein- und ausgeht“ und unterhalte beste Beziehungen zu Präsident Wladimir Putin, sagte Merz. Eine Zusammenarbeit mit einer solchen Partei sei für die CDU unmöglich.

Die AfD wolle die CDU vernichten und das System in Deutschland zerstören, so Merz weiter. Er nannte als Beispiele die Forderungen „raus aus dem Euro, raus aus Schengen, raus aus dem Binnenmarkt“. Die Unterschiede seien so fundamental, dass keine Kompromisse möglich seien: „Ich kann nicht halb austreten aus der Europäischen Union, ich kann nicht halb rausgehen aus der Nato, ich kann die CDU nicht halb zerstören.“

Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt nach der Wahl am 6. September äußerte sich Merz nicht konkret. Er verwies auf Thüringen und Sachsen, wo die AfD stärkste Kraft wurde, aber nicht regieren konnte. Möglich seien geduldete Minderheitsregierungen.

Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig kündigte der Kanzler an, die Bundesregierung werde in Kürze die Verantwortlichen benennen. „Wir werden das jetzt in den nächsten Tagen abschließend feststellen und dann wird es dazu sehr bald auch eine entsprechende Reaktion geben“, sagte er. Die Lage sei „sehr ernst“, es handele sich um hybride Kriegsführung auch in Deutschland. Am 4. August war dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden; die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.

Quelle: www.welt.de