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CIA-Chef Ratcliffe besucht Moskau: Geheimmission mit Signalwirkung

Erstmals seit fast fünf Jahren hat der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, Moskau besucht. Wie Ukrainska Pravda berichtet, wurde der Besuch geheim gehalten und erst nach Abreise der Delegation bestätigt.

CIA-Chef Ratcliffe besucht Moskau: Geheimmission mit Signalwirkung
Bild: img.eurointegration.com.ua

Erstmals seit fast fünf Jahren hat der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, Moskau besucht. Wie Ukrainska Pravda berichtet, wurde der Besuch geheim gehalten und erst nach Abreise der Delegation bestätigt.

Der Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau war von Geheimhaltung geprägt: Die US-Delegation landete am Dienstagmorgen in der russischen Hauptstadt, offiziell bestätigt wurde die Reise jedoch erst nach der Abreise. Der Kreml bestätigte den Besuch am Folgetag, als Ratcliffe sich bereits in Riga aufhielt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, die Reise stehe im Zusammenhang mit „Kontakten der Geheimdienste“, ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin habe nicht stattgefunden.

Besondere Aufmerksamkeit erregte die Flugroute: Die US-Delegation nutzte eine Boeing C-17A Globemaster III, die zunächst in Riga zwischenlandete, dann nach Moskau weiterflog und nach einem etwa sechsstündigen Aufenthalt erneut in Lettland stoppte. Beobachter werten die Zwischenstopps als bewusstes Signal an die baltischen Staaten, die als mögliche Ziele russischer Aggression gelten. Die USA hatten zuvor nicht bestätigt, dass Ratcliffe mit Sergei Naryschkin, dem Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, zusammentraf – Naryschkin bestätigte das Treffen am 27. August.

Ein zentrales Detail: Washington hatte die Ukraine im Vorfeld gebeten, während des Besuchs auf Angriffe auf Moskau, Sankt Petersburg und die nordwestlichen Regionen Russlands zu verzichten. Die Ukraine stimmte zu und pausierte ihre Attacken. Dieser Schritt zeigt, wie sehr sich das Kräfteverhältnis im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verschoben hat – die USA koordinieren ihre Geheimdiplomatie inzwischen eng mit Kyiv.

US-Präsident Donald Trump versuchte, die Bedeutung des Besuchs herunterzuspielen und nannte ihn in einem Interview mit dem Moderator Glenn Beck „fast routinemäßig“. Analysten sehen darin jedoch eher ein Zeichen für die Tragweite der Mission, die auch vor dem Hintergrund der stockenden Friedensgespräche und der anhaltenden russischen Atomdrohungen stattfindet.

Quelle: www.pravda.com.ua