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Umfrage: 81 Prozent sorgen sich um soziale Absicherung

Laut einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung sorgen sich 81 Prozent der erwachsenen Deutschen um ihre soziale Absicherung. Eine Mehrheit lehnt die geplanten Sozialreformen ab.

Umfrage: 81 Prozent sorgen sich um soziale Absicherung
Bild: tagesspiegel.de

Laut einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung sorgen sich 81 Prozent der erwachsenen Deutschen um ihre soziale Absicherung. Eine Mehrheit lehnt die geplanten Sozialreformen ab.

Die Sorge um die eigene soziale Absicherung ist in Deutschland weit verbreitet: 81 Prozent der Erwachsenen machen sich laut einer am Freitag veröffentlichten Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung Sorgen. 42 Prozent schränken deshalb ihren privaten Konsum ein, was die Binnennachfrage schwächt.

Die Ablehnung der Reformen reicht über fast alle Parteigrenzen hinweg. Besonders deutlich ist der Widerstand gegen Leistungskürzungen bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung: 83 beziehungsweise 85 Prozent der Befragten lehnen diese ab. Die Studienautoren Jan Behringer, Sebastian Dullien und Lukas Endres sehen darin einen hohen Stellenwert der sozialen Absicherung in der Bevölkerung.

Bei Anhängern von Union und FDP ist die Ablehnung mit 51 beziehungsweise 62 Prozent geringer, während sie bei Linkspartei, BSW und AfD deutlich über 80 Prozent liegt. Bei Grünen und SPD sind es jeweils rund 75 Prozent. Besonders stark verunsichert sind Menschen unter 30 Jahren: 92 Prozent von ihnen sorgen sich um ihre Absicherung.

Die Autoren warnen, die Debatte über Sozialreformen sei zu einem Wachstumsrisiko für die deutsche Wirtschaft und zu einem politischen Risiko für die Bundesregierung geworden.

Quelle: www.tagesspiegel.de