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G20-Finanzchefs beraten über Iran-Sanktionen und Zölle

Die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten kommen in Asheville, North Carolina, zusammen. Wie Euronews berichtet, drängt die US-Regierung ihre Verbündeten, den Iran finanziell zu isolieren, während sie zugleich einige von ihnen mit Zöllen belegt.

G20-Finanzchefs beraten über Iran-Sanktionen und Zölle
Bild: images.euronews.com

Die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten kommen in Asheville, North Carolina, zusammen. Wie Euronews berichtet, drängt die US-Regierung ihre Verbündeten, den Iran finanziell zu isolieren, während sie zugleich einige von ihnen mit Zöllen belegt.

Die Vereinigten Staaten übernehmen in dieser Woche den Vorsitz im Finanzstrang der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20). US-Finanzminister Scott Bessent und Kevin Warsh empfangen ihre Amtskollegen in Asheville, einer Stadt, die im September 2024 vom Hurrikan Helene schwer verwüstet wurde. Der Sturm forderte mehr als 250 Todesopfer und verursachte Schäden von fast 80 Milliarden Dollar (69 Milliarden Euro) von Florida bis zu den Carolinas.

Bessent sieht den Wiederaufbau der Region als passenden Rahmen für Gespräche über Wirtschaftswachstum. „Wir wollen, dass der Rest der Welt unsere Wachstumsagenda mitträgt, sei es durch Deregulierung oder mehr Energieunabhängigkeit“, sagte er. Öffentliche Schulden sollen im Mittelpunkt der Beratungen stehen, die offiziell Themen wie globale Ungleichgewichte, Bankenregulierung und Energiesicherheit umfassen.

Die Handelskonflikte zwischen den USA und Kanada haben sich nach gescheiterten Verhandlungen verschärft. Im Iran setzt Washington nun vor allem auf wirtschaftlichen Druck: Bessent kündigte an, noch in dieser Woche ein weiteres Geldinstitut zu sanktionieren, ohne einen Namen zu nennen. „Wenn es sein muss, wird das finanzielle Gewalt“, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Am Freitag hatte das US-Finanzministerium vorgeschlagen, die Niederlassungen der ägyptischen Bank Banque Misr in den Vereinigten Arabischen Emiraten vom amerikanischen Finanzsystem abzuschneiden.

Die EU wird bei dem Treffen von Irlands Finanzminister Simon Harris vertreten, da Irland seit dem 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft innehat. EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis sitzen ebenfalls am Tisch. Harris nannte die Energiesicherheit als zentrale Sorge der EU angesichts der Volatilität im Nahen Osten. Die G20-Gespräche bereiten den Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 14. und 15. Dezember in Miami vor.

Quelle: de.euronews.com