Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Stärkung der frühkindlichen Bildung beschlossen. Familienministerin Karin Prien (CDU) plant, dass spätestens mit vier Jahren Daten zum Entwicklungsstand der Kinder erhoben werden. Ziel ist es, insbesondere benachteiligte Kinder besser zu fördern und ihren Übergang in die Grundschule zu erleichtern.
„Das Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz ist die entscheidende bildungspolitische Weichenstellung dieser Legislaturperiode“, erklärte Prien. Sie warnte, dass sich die Schere zwischen Kindern mit niedrigem und hohem sozio-ökonomischen Status bereits vor dem Schuleintritt öffne und nur schwer zu schließen sei. Mit individuellen Fördermaßnahmen wolle man dem entgegenwirken.
Das Gesetz sieht vor, dass bei allen Kindern spätestens im Alter von vier Jahren Daten zu verschiedenen Entwicklungsbereichen, insbesondere zur sprachlichen Bildung, erhoben werden. Kitas mit einem hohen Anteil an Kindern mit besonderen Herausforderungen sollen zusätzliche Stellen für Sprachbildung und Sozialarbeit erhalten. Der Bund plant, die Länder bei der Umsetzung des Gesetzes bis 2034 mit rund 9,25 Milliarden Euro zu unterstützen.
Quelle: Tagesschau



