Die Straßensperrung hängt nach Angaben der Ukrainska Prawda mit dem Verschwinden von Stepan Kaplunow zusammen, dem stellvertretenden Kommandeur des „Russischen Freiwilligenkorps“, einer Einheit, die auf ukrainischer Seite gegen Russland kämpft. Die Behörden hatten am Vortag bestätigt, dass eine Vermisstenanzeige vorliegt.
Nach Informationen der Ukrainska Prawda wurden bei dem Vorfall am Morgen des 2. September drei Angehörige des HUR verletzt. Die Polizei erklärte gegenüber einem Korrespondenten der Zeitung, dass am Ort eine „spezielle Polizeioperation“ laufe. Die Beamten sperrten die Straße mit Absperrband und leiteten Fußgänger um.
Die Stadtverwaltung von Kyiv (KMDA) teilte mit, dass wegen der Sperrung der Jurij-Schumskyj-Straße in beide Richtungen die Buslinien 87, 95 und 108 umgeleitet werden. Die Busse fahren nun über die Beresnjakiwska-Straße, den Pawlo-Tytschyna-Prospekt und die Dnipro-Uferstraße.
Am 1. September hatte das „Russische Freiwilligenkorps“ erklärt, Kaplunow sei von Unbekannten in einem Innenhof entführt worden. Das Staatliche Ermittlungsbüro bestätigte der Ukrainska Prawda, dass eine Anzeige der Anwälte des Kämpfers vorliege. Am 2. September teilte der SBU mit, gemeinsam mit dem HUR einen Terroranschlag gegen einen Führer der russischen Opposition verhindert zu haben – ohne Details zu nennen.
Quelle: www.pravda.com.ua



