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Kyjiw: Südbrücke nach Raketenangriff gesperrt, Metro eingeschränkt

Bei einem russischen Raketenangriff auf Kyjiw ist in der Nacht zum Dienstag die Südbrücke getroffen und gesperrt worden. Auch die Metro fährt nur eingeschränkt.

Kyjiw: Südbrücke nach Raketenangriff gesperrt, Metro eingeschränkt
Archivfoto: Kostyaza / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Bei einem russischen Raketenangriff auf Kyjiw ist in der Nacht zum Dienstag die Südbrücke getroffen und gesperrt worden. Auch die Metro fährt nur eingeschränkt.

Bei einem russischen Raketenangriff auf Kyjiw ist in der Nacht zum Dienstag die Südbrücke getroffen und für den gesamten Verkehr in beide Richtungen gesperrt worden. Das teilte der Kyjiwer Bürgermeister Witalij Klitschko mit, wie das Nachrichtenportal Ukrajinska Prawda berichtet. Klitschko zufolge wurden an der Brücke auch Anlagen der Metro beschädigt.

Wegen der Schäden an der oberirdischen Metro-Infrastruktur war der Zugverkehr auf der roten und der grünen Linie zunächst eingeschränkt. Die rote Linie fährt nach Angaben der Ukrajinska Prawda inzwischen wieder vollständig. Auf der grünen Linie verkehren die Züge nur noch zwischen den Stationen Syrez und Wydubytschi; der Abschnitt zwischen Osokorky und Tscherwonyj Chutir ist gesperrt. Die Kyjiwer Stadtverwaltung kündigte zudem Änderungen im Betrieb der oberirdischen öffentlichen Verkehrsmittel an. Am Morgen meldete die Patrolpolizei die Sperrung der Südbrücke.

Der Angriff erfolgte nach Angaben von BBC News Ukraine in mehreren Wellen am Abend des 26. Oktober und in der Nacht zum 27. Oktober. Nach Angaben der Stadtverwaltung starb am Abend im Dniprowskyj-Bezirk nahe einem Supermarkt ein Mensch. Nach aktualisierten Angaben von BBC News Ukraine wurden 14 Menschen verletzt, neun von ihnen kamen ins Krankenhaus, drei sind in schwerem Zustand. „Die meisten der Verletzten sind Studenten aus dem Wohnheim einer der Universitäten“, sagte Bürgermeister Klitschko laut BBC News Ukraine. Getroffen wurden demnach unter anderem ein Wohnheim der Staatlichen Universität für Handel und Wirtschaft, eine Klinik im Dniprowskyj-Bezirk, in deren Intensivstation die Druckwelle Fenster zerstörte, sowie eine Metrostation im Desnjanskyj-Bezirk. In der Stadt kam es zu Notabschaltungen des Stroms.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte laut BBC News Ukraine, russische ballistische Raketen hätten in Kyjiw das Gelände einer Universität und die Umgebung getroffen, darunter den Kyoto-Park, das Gebiet an einer Metrostation und Wohnhäuser. Es gebe Tote und Verletzte, die Rettungsarbeiten liefen, und es gebe Hinweise, dass Menschen unter Trümmern liegen könnten. Selenskyj verwies zudem auf Verzögerungen bei der Lieferung von Abfangraketen für die Luftverteidigung.

Quellen

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