Das ZDF erklärt in einem Beitrag, ab wann Hitze für den menschlichen Körper gefährlich wird. Demnach kann die Körperkerntemperatur auf über 40 Grad Celsius ansteigen, wenn der Körper sich nicht mehr selbst kühlen kann. Das sei lebensbedrohlich.
Ursache für die Überhitzung ist ein Wärmestau im Gehirn, ausgelöst durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Das Gewebe erwärmt sich lokal, die Hirnhäute werden gereizt. Gleichzeitig arbeitet das körpereigene Kühlsystem: Der Körper dehydriert, der Blutdruck fällt ab, der Puls steigt. Bei starkem Schwitzen und zu wenig Trinken fehlen dem Körper Elektrolyte wie Kalium und Natrium.
Besonders gefährdet sind Kleinkinder, deren Wärmeregulation noch nicht vollständig ausgereift ist, sowie Menschen mit neurologischen Vorerkrankungen. So erleiden junge Multiple-Sklerose-Patienten häufiger Schübe, Demenzkranke wirken verwirrt. Auch Menschen ohne Haare oder Babys benötigen bei direkter Sonneneinstrahlung einen Kopfschutz. In tropischen Nächten ohne Abkühlung belastet die Hitze Herz und Gefäße besonders stark.
Der Beitrag weist aber auch auf die positiven Effekte der Sonne hin: Sie fördert das Wohlbefinden und die Vitamin-D-Produktion. Dafür reichen laut ZDF zwei- bis dreimal pro Woche kurze Sonnenbäder von Gesicht, Händen und Armen – etwa für die Hälfte der Zeit, die zu einem Sonnenbrand führen würde. Bei heller, empfindlicher Haut (Hauttyp II) seien das rund zwölf Minuten. Sonnenbäder seien wegen der Hautkrebsgefahr nicht geeignet, um einen Vitamin-D-Mangel auszugleichen, der in Deutschland verbreitet ist.
Quelle: zdfheute-stories-scroll.zdf.de



