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Belarus bereitet sich systematisch auf Krieg gegen Ukraine vor

Die belarussische Opposition hat dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha einen offiziellen Bericht über die systematische Kriegsvorbereitung des Lukaschenko-Regimes übermittelt. Das Dokument enthält detaillierte Indikatoren für eine unmittelbare Beteiligung an Russlands Angriffskrieg.

Belarus bereitet sich systematisch auf Krieg gegen Ukraine vor
Bild: 24tv.ua

Der stellvertretende Leiter des Vereinigten Übergangskabinetts von Belarus, Pawel Latuschka, hat ein offizielles Schreiben an den ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha gerichtet. Wie das Übergangskabinett mitteilte, dokumentiert der beigefügte 30-seitige Bericht des Volksstabs für Krisenmanagement die vollständige Umwandlung von Belarus in eine militärische Plattform für Russland. Der Bericht sei eine Fortsetzung der Vereinbarungen, die während eines Arbeitsbesuchs in Kyjiw im Mai 2026 getroffen wurden.

Der Bericht listet zahlreiche Indikatoren auf: Das Lukaschenko-Regime habe die Verfassung geändert, sodass Belarus nicht mehr neutral und atomwaffenfrei sei. Die 2024 verabschiedete Militärdoktrin erlaube Präventivschläge bei „unmittelbarer Bedrohung“ sowie den Einsatz der Armee im Ausland. Die Zahl der Vertragssoldaten sei seit 2022 um das 1,5-Fache gestiegen, die Mobilisierungsreserve betrage 289.000 Personen. An der ukrainischen Front werde ein Südliches Operativkommando mit bis zu 80.000 Soldaten aufgebaut, zudem eine „Volksmiliz“ formiert.

Die Verteidigungsausgaben hätten sich innerhalb von vier Jahren verfünffacht. Die Rüstungsindustrie sei vollständig mit Russland integriert, allein 2024 seien über 4.000 neue Militärgeräte in Dienst gestellt worden. Russische Truppen seien dauerhaft in Belarus stationiert, taktische Atomwaffen und das Raketensystem „Oreschnik“ seien disloziert. Belarussische Soldaten würden von Instrukteuren der Söldnergruppe Wagner ausgebildet.

Entlang der Grenzen zur Ukraine, Polen und Litauen ließe das Regime Verteidigungslinien bauen. Brücken und Flugplätze würden für russische Schwertechnik ertüchtigt. In Schulen sei Wehrkunde Pflicht, zehntausende Kinder müssten militärpatriotische Lager besuchen. Das Gesundheitsministerium habe Anleitungen zur Triage von Verwundeten erlassen, in Minsk seien 5.000 Luftschutzbunker geprüft worden. Die Pflichtvorräte an Treibstoff seien auf 30 Tage verdoppelt. Der Bericht enthalte auch konkrete Empfehlungen, um den schlimmsten Szenarien vorzubeugen und die aggressiven Ambitionen des Lukaschenko-Regimes einzudämmen.

Quelle: 24tv.ua