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Bundesnetzagentur will Bahn-Konkurrenten mehr Trassen sichern

Die Bundesnetzagentur plant, den Marktzugang für private Fernverkehrsanbieter wie Italo zu erleichtern. Wie das Handelsblatt berichtet, soll die Deutsche Bahn auf stark frequentierten Strecken künftig nur noch 60 bis 75 Prozent der Kapazität nutzen dürfen.

Bundesnetzagentur will Bahn-Konkurrenten mehr Trassen sichern
Bild: images.handelsblatt.com

Die Bonner Regulierungsbehörde will den Einstieg des italienischen Zugbetreibers Italo in den deutschen Personenverkehr erleichtern. Behördenchef Klaus Müller kündigte am Dienstag an, dass die DB-Tochter DB InfraGo bei der jährlichen Fahrplanerstellung auf hoch ausgelasteten Abschnitten nicht mehr als 60 bis 75 Prozent der Kapazität an einen einzigen Anbieter vergeben darf. Auf Korridoren mit festgelegten Obergrenzen – etwa an den Knoten München und Frankfurt – muss künftig mindestens ein Wettbewerber der DB Fernverkehr tatsächlich fahren können.

„Wir stärken den Wettbewerb im Fernverkehr“, sagte Müller. „Für Bahnkunden bedeutet Wettbewerb bessere Qualität und niedrigere Preise.“ Wettbewerber der DB Fernverkehr wie Italo oder Flixtrain müssten viel Geld in neue Fahrzeuge investieren. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen, die eine Streckenvergabe jährlich aufs Neue vorsehen, konnten sie bisher aber nicht verlässlich abschätzen, ob sie auf der Schiene genug Nutzungsrechte bekommen. Denn die Vergabe der Trassen erfolgt gesetzlich nur für jeweils ein Jahr, was Planungssicherheit erschwert.

Grundsätzlich würden die Fahrtrechte zunächst allerdings weiterhin nur über ein Jahr vergeben, erfuhr das Handelsblatt.

Quelle: www.handelsblatt.com