Christoph Kramer hat die überraschende Taktik der deutschen Nationalmannschaft im WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador analysiert. Der ZDF-Experte sieht darin einen bewussten Test von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die K.o.-Runde. „Wir haben ohne Not tief im Block gestanden mit unserer A-Elf“, sagte Kramer. Er sei überzeugt, dass dies Vorgabe und Plan gewesen sei, um unter Wettkampfbedingungen zu erproben, wie die Mannschaft in einer tiefen Defensive agiert.
Hintergrund sei die Beobachtung, dass sich Topteams wie Frankreich, England und Spanien gegen tiefe Blöcke extrem schwer tun. Allerdings sei der Versuch nicht aufgegangen, so Kramer: „Wir haben nicht die Mannschaft, nicht die Spieler, für einen tiefen Block.“ Deutschland brauche den Ball, um erfolgreich zu sein. Auch Expertenkollege Per Mertesacker kritisierte die Idee einer Fünferkette als „eher fragwürdig“.
Die Niederlage wollte Kramer nicht überbewerten, da Deutschland bereits als Gruppensieger feststand. Dennoch warnte er: „Jetzt musst du es aus den Köpfen bekommen, es war ein emotionaler Dämpfer.“ Für den weiteren Turnierverlauf müsse die Mannschaft immer an ihr Limit gehen, sonst sehe es schlecht aus.
Quelle: www.sport1.de



