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DFB vor WM 2026: Selbstaufgabe durch Schweigen

Der DFB hat sich vor der Fußball-WM 2026 in den USA politisch klein gemacht. Präsident Bernd Neuendorf vermeidet jede Auseinandersetzung mit den brisanten Themen des Turniers.

DFB vor WM 2026: Selbstaufgabe durch Schweigen
Bild: media0.faz.net

Wie die FAZ berichtet, hat sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA politisch weitgehend zurückgezogen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf meidet öffentliche Stellungnahmen zu den besonderen politischen Herausforderungen des Turniers. Der Verband unternimmt nach Einschätzung der Zeitung nicht einmal den Versuch, sich dem Untragbaren zu widersetzen.

Der DFB hat sich in North Carolina mit einem Hotel im Stil eines englischen Schlosses und einem Trainingsgelände auf dem Campus der Wake Forest University komfortabel eingerichtet. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann verfügt über ausreichend Spirit und Mut. Dennoch ist der Anspruch, Weltmeister zu werden, nach Einschätzung der FAZ nicht näher gerückt als bei der Heim-EM 2024, als im Viertelfinale Schluss war.

Bei einem Sponsorenevent in Chicago sprach Neuendorf vor einer Woche über soziale Verantwortung und den 40. Geburtstag der Mexiko-Hilfe des DFB. Mit keinem Wort ging er auf die aktuellen politischen Herausforderungen dieser WM ein. Die FAZ bewertet dies als Realitätsverweigerung und wirft dem Präsidenten vor, sich auf dem Weg zur WM so kleingemacht zu haben, wie er nur konnte.

Neuendorf hat sich den großen Fragen, die dieses Turnier vor allem in den Vereinigten Staaten mit sich bringt, weitgehend verweigert. Nicht ein einziges Mal erschien er zu einer Pressekonferenz, die eine Auseinandersetzung mit seinen Positionen zugelassen hätte. Der DFB als größter Sportverband der Welt schweigt vor der WM – ein Zeichen der Selbstaufgabe, so die FAZ.

Quelle: www.faz.net