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Spielbergs „Disclosure Day“: Ein Déjà-vu mit Aliens und Empathie

Steven Spielberg kehrt mit „Disclosure Day“ zu seinen Wurzeln zurück: Der Film erzählt von Außerirdischen, die die Menschheit durch Empathie vor dem Atomkrieg retten wollen. Emily Blunt und Josh O’Connor spielen die Hauptrollen in einem Werk, das wie ein erfolgreiches Déjà-vu wirkt.

Spielbergs „Disclosure Day“: Ein Déjà-vu mit Aliens und Empathie
Bild: img.zeit.de

Steven Spielbergs neuer Film „Disclosure Day“ ist eine Rückkehr zu vertrautem Terrain: Außerirdische, die die Menschheit vor sich selbst retten wollen. Wie die Zeit in ihrer Kritik schreibt, entpuppt sich der Streifen als „erfolgreiches Déjà-vu“ – eine Hommage an Spielbergs eigene Klassiker, allen voran „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“.

Die Handlung spielt in einer Welt am Rande des Atomkriegs: Die USA und Russland haben ihre Sprengköpfe aufeinander gerichtet. Da erscheinen die Aliens und verkünden eine Botschaft: Nur Empathie könne die Menschheit beschwichtigen. Die Nachrichtensprecherin Margaret Fairchild (Emily Blunt) und der Cybersecurity-Experte Daniel Kellner (Josh O’Connor) geraten ins Zentrum eines Geheimniskomplotts. Kellner will geheime Roswell-Dokumente veröffentlichen, wird aber von der Organisation „Wardex“ gejagt, die von Noah Scanlon (Colin Firth) geleitet wird.

„Sie gehören nicht der Regierung an – sie verdienen ihr Geld mit Lügen“, sagt Kellner über Wardex. Freundin Jane (Eve Hewson), eine ehemalige Nonne, warnt: „Die Welt steht ohnehin am Abgrund – was glaubst du, was dann passiert?“ Kellner erwidert: „Ich entscheide nicht, ob diese Daten gut oder schlecht sind. Ich finde nur, sie müssen ans Licht.“ Die Zeit sieht darin ein Plädoyer für Whistleblowing, das an WikiLeaks erinnert.

Der Film fügt eine religiöse Perspektive hinzu: Jane lässt sich von ihrer Ordensschwester bestätigen, dass Gott den Menschen nur auf der Erde nach seinem Abbild schuf – ein Ebenbild in anderen Galaxien sei nicht ausgeschlossen. Die Zeit hält diese theologische Anmaßung für überflüssig. David Koepp, bekannt für „Jurassic Park“ und „Panic Room“, habe für diese Aufgabe nicht die glücklichste Wahl getroffen, da seine Stärke in Genrestücken liege.

„Disclosure Day“ ist ein Verfolgungsdrama auf Rädern, ähnlich Spielbergs frühem „Sugarland Express“. Die Zeit bedauert, dass zwei reizvolle Fan-Theorien zum Ende nicht eingetreten sind: weder kehrt Richard Dreyfuss als Zeuge aus dem Raumschiff zurück, noch zeigt Spielberg echte Pentagon-Akten. Stattdessen bleibt die Botschaft nüchtern: Empathie als Weltfriedensgarant.

Quelle: www.zeit.de