Die Bundesregierung hat die Energieversorgung in Deutschland als oberste Priorität festgelegt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte, dass die Verfügbarkeit von zentralen Produkten wie Diesel und Benzin gewährleistet sein muss. Aktuell ist die Versorgung mit Flüssigerdgas (LNG), Rohöl und Rohölprodukten gesichert, und die Lieferungen erfolgen weiterhin.
Merz wies darauf hin, dass die Lage an der Straße von Hormus die Verwundbarkeit der globalen Energiemärkte verdeutlicht. In einigen Ländern sind Öl und Gas knapper geworden, was zu steigenden Preisen weltweit führt. Die Bundesregierung hat bereits Maßnahmen wie die kurzfristige Senkung der Energiesteuer und die Einführung einer Entlastungsprämie ergriffen, um gezielt auf die Situation zu reagieren.
Zusätzlich hat Deutschland gemeinsam mit anderen Mitgliedsstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA) strategische Ölreserven freigegeben, um das Angebot zu erhöhen. Kerosin wird in Deutschland in eigenen Raffinerien aus Rohöl hergestellt, was einen Vorteil gegenüber Ländern darstellt, die vollständig von Importen abhängig sind. Derzeit bezieht Deutschland nur etwa sechs Prozent seines Rohöls aus dem Nahen Osten, während die Norwegen, die USA, Libyen und Großbritannien sind.
Die Bundesregierung steht in ständigem Austausch mit der Transportbranche, der Industrie und der Energiewirtschaft, um auf mögliche Engpässe bei der Kerosinversorgung zu reagieren. Die EU und die Bundesregierung werden entschlossen handeln, sollten sich Engpässe abzeichnen. Die Dauer des Iran-Kriegs und dessen Auswirkungen auf die Energiepreise werden entscheidend sein.



