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GKV-Chef warnt Koalition vor Nachgeben bei Sparplänen

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hat die schwarz-rote Koalition davor gewarnt, von den geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen abzuweichen. Verbandschef Oliver Blatt sprach von massivem Lobbydruck und drohenden Beitragserhöhungen.

GKV-Chef warnt Koalition vor Nachgeben bei Sparplänen
Bild: img.zeit.de

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hat die schwarz-rote Koalition davor gewarnt, von den geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen abzuweichen. Verbandschef Oliver Blatt sprach von massivem Lobbydruck und drohenden Beitragserhöhungen.

Der GKV-Spitzenverband warnt die Bundesregierung davor, die geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen kurz vor der Verabschiedung abzuschwächen. Verbandschef Oliver Blatt sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, es werde derzeit viel diskutiert, ob Einsparungen bei Pharmaindustrie und Ärzteschaft zurückgenommen werden. „Das wäre genau der falsche Weg, denn dann wird es am Ende doch wieder für alle teurer“, so Blatt.

Ohne mutige Reformen drohten erneute Beitragserhöhungen, da die Ausgaben der Kassen doppelt so schnell stiegen wie die Einnahmen. „Wenn nicht schnell und entschlossen gehandelt wird, dann fliegen uns zum Jahreswechsel die Finanzen um die Ohren“, sagte der GKV-Chef. Das Milliardensparpaket soll eine erwartete Finanzlücke von 18,8 Milliarden Euro im kommenden Jahr schließen, unter anderem durch Begrenzung der Vergütungen für Arztpraxen, Kliniken und Pharmabranche.

Blatt forderte, dass der Bundestag dem Lobbydruck von Pharmaindustrie, Krankenhäusern und Ärzteschaft standhält. Versicherte und Arbeitgeber hätten bereits mehr als einen angemessenen Anteil geleistet, sagte er mit Verweis auf gestiegene Zusatzbeiträge und geplante Anhebungen von Zuzahlungen und Beitragsbemessungsgrenze. Das Gesetz soll kommende Woche im Bundestag verabschiedet werden.

Quelle: www.zeit.de