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Rhein-Niedrigwasser: Bahn will mehr Güterzüge fahren lassen

Wegen des Niedrigwassers im Rhein ist die Schifffahrt stark eingeschränkt. Die Bahn will nun mehr Güterzüge einsetzen, doch das marode Schienennetz erschwert die Transporte.

Rhein-Niedrigwasser: Bahn will mehr Güterzüge fahren lassen
Bild: sueddeutsche.de

Wegen des Niedrigwassers im Rhein ist die Schifffahrt stark eingeschränkt. Die Bahn will nun mehr Güterzüge einsetzen, doch das marode Schienennetz erschwert die Transporte.

Die anhaltende Dürre führt dazu, dass der Rhein nur noch wenig Wasser führt. Dadurch können Schiffe ihre Fracht kaum noch transportieren, was vor allem Unternehmen trifft, die auf Rohstoffe wie Kohle angewiesen sind. Die Bahn will nun mit zusätzlichen Güterzügen und mehr Lastwagen Abhilfe schaffen.

Doch die Pläne stoßen an Grenzen: Das Schienennetz ist vielerorts marode, zahlreiche Strecken sind wegen dringender Sanierungsarbeiten gesperrt. Die Deutsche Bahn verweist auf ein Online-Portal namens „Via Libera“, das freie Strecken für Güterzüge anzeigen soll. Der Name bedeutet übersetzt „Grünes Licht auf freier Strecke“ – ein Versprechen, das in der aktuellen Lage schwer einzulösen ist.

Die Missstände bei der Deutschen Bahn erschweren die Lage zusätzlich. Verspätungen, Baustellen und Engpässe bei der Infrastruktur machen es schwierig, die zusätzlichen Kapazitäten bereitzustellen. Dabei wäre mehr Verkehr auf der Schiene gerade jetzt dringend nötig, um die Folgen des Niedrigwassers abzufedern.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind erheblich: Viele Industriebetriebe entlang des Rheins sind auf die Wasserstraße angewiesen. Sollte die Trockenheit anhalten, drohen Lieferengpässe und steigende Preise. Die Bahn steht unter Druck, ihre Zusagen einzuhalten und die Transporte trotz der schwierigen Bedingungen zu gewährleisten.

Quelle: www.sueddeutsche.de