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Hochtief steigt in den Dax auf – Porsche SE rutscht in den MDax

Der Essener Baukonzern Hochtief ist seit Montag offiziell im Dax gelistet und löst damit die Porsche SE ab, die künftig im MDax notiert ist. Hochtief profitiert vor allem vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Hochtief steigt in den Dax auf – Porsche SE rutscht in den MDax
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Hochtief ist am Montag in den Dax aufgenommen worden und gehört damit zu den 40 führenden börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Der Konzern mit Sitz in Essen ersetzt die Porsche SE, die Volkswagen-Großaktionärin, die künftig im MDax für mittelgroße Werte notiert wird. Für Fonds, die Indizes real nachbilden, hat die Änderung direkte Folgen: Sie müssen ihre Portfolios entsprechend umschichten.

Der Aufstieg von Hochtief in den Dax war Anfang Juni angekündigt worden und kam nach einer starken Aktienperformance nicht überraschend. Der Kurs des Baukonzerns hat sich binnen eines Jahres mehr als verdreifacht, der Börsenwert liegt bei rund 38 Milliarden Euro. Allerdings befinden sich nur etwa 20 Prozent der Aktien im Streubesitz; die restlichen 80 Prozent hält der spanische Bau- und Infrastrukturriese ACS, der seit Mitte 2011 die Kontrolle bei Hochtief hat.

Hochtief profitiert massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, vor allem in den USA. Auch milliardenschwere Infrastrukturprogramme und steigende Verteidigungsausgaben in vielen Ländern treiben die Nachfrage. Das Unternehmen baut weltweit Wolkenkratzer, Krankenhäuser, Straßen, Brücken, Tunnel, Flughäfen sowie Anlagen für die Energiewende wie Solarparks. Den größten Teil des Geschäfts machen die Turner (USA) und Cimic (Australien). Ende 2025 beschäftigte der Konzern rund 61.500 Menschen, davon knapp 3700 in Deutschland. Vorstandschef ist Juan Santamaría Cases, der auch CEO von ACS ist.

Quelle: www.spiegel.de